Fachkräftemangel bei Fahrlehrern: Krisenzeit für Ausbildung nutzen

  • Fachkräftemangel bei Fahrlehrern wird durch Corona verschärft
  • drivEddy legt Programm vor und möchte 1000 Fahrlehrer ausbilden

Berlin, 20. April 2020 – Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Doch nicht nur Arbeitslosigkeit wird nach der Pandemie ein Problem sein, sondern auch und nach wie vor der Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund hat der digitale Fahrschul-Anbieter drivEddy (www.drivEddy.com) ein Ausbildungsprogramm entwickelt, um die Zeit der Krise zu nutzen und dem massiven Fahrlehrermangel entgegenzutreten. 

In Deutschland fehlen bereits heute 17.000 Fahrlehrer. Bis 2025 gehen darüber hinaus weitere 9.500 in Rente. drivEddy möchte in den nächsten zwei Jahren 1000 Fahrlehrer ausbilden.  Dafür fordert das Unternehmen die Unterstützung der Politik, damit nicht nur Mittel in kurzfristige Soforthilfen fließen, sondern möglichst schnell in Umschulungen und Weiterbildungen. 

Verschärfung des Fachkräftemangels

Durch den Ruhestand von 40 Prozent der deutschen Fahrlehrer wird erwartet, dass bis 2025 26.500 Fahrlehrer fehlen. Schon jetzt müssen knapp potentielle 700.000 Fahrschüler länger auf ihre Fahrerlaubnis warten. Zusätzlich stehen viele Fahrschulen aufgrund der Corona-Krise vor Existenzfragen. Drei Viertel der Fahrlehrer befinden sich derzeit in Kurzarbeit. Wie viele von ihnen aufgeben werden müssen, ist noch nicht absehbar. 

Diese Entwicklung hat nicht nur Auswirkungen auf die Fahrschulbranche, sondern auch auf die gesellschaftliche Mobilität und die Wirtschaftskraft. In Zukunft müssen Fahrschüler noch länger auf freie Kapazitäten bei den Fahrschulen und -lehrern warten. Neben den Fahrschulen müssten damit auch andere Branchen, zum Beispiel die Automobilindustrie und die Versicherungswirtschaft, mit Verlusten rechnen. 


Neue Karrierechancen für Betroffene der Corona-Krise

Mit seiner Eddy Academy möchte drivEddy dieser Verschärfung des Fahrlehrermangels entgegenwirken. Dafür plant das Unternehmen bevorzugt die Personen umzuschulen, die von der aktuellen Situation betroffen sind und darüber hinaus eine Affinität für das Autofahren besitzen. Neben der Ausbildung zum Fahrlehrer werden sie zudem in Bereichen wie Kundenakquise, Rechnungswesen und Mobilitätskonzepte geschult: Der Fahrlehrer als unternehmerischer Mobilitätsberater. 

Lasse Schmitt, Chief Marketing Officer und Mitgründer von drivEddy, äußert sich hierzu: 

Unser Ziel ist es, die Fahrlehrerausbildung zukunftsweisend zu gestalten. All die Innovationen in der Autoindustrie der letzten Jahre sind an der klassischen Fahrausbildung spurlos vorbeigegangen. Aus diesem Grund möchten wir die Fahrschule ins digitale Zeitalter bringen. Im Zuge dessen muss sich auch die Rolle des Fahrlehrers weiterentwickeln. Dieser sollte sich fortan nicht nur als Ausbilder, sondern als Mobilitätsberater verstehen. Hierbei ist ein Verständnis von modernen Mobilitätskonzepten sowie die Kenntnis von innovativen Vertriebswegen elementar.

Dafür kooperieren wir mit der LEWA, einer der größten Ausbildungsanbieter rund um das Fahren. Zusammen bieten wir eine zukunftsorientierte und bezahlte Ausbildung von Fahrlehrern an, die nicht nur die klassischen Ausbildungsaspekte berücksichtigt.”


Wer übernimmt die Kosten?

Die Ausbildung zum Fahrlehrer dauert ein Jahr und kostet rund 30.000 Euro. In Zusammenarbeit mit der LEWA kann drivEddy die Ausbildung für zehn angehende Fahrlehrer aus eigenen Mitteln bestreiten. In der aktuellen Situation sollte jedoch auch eine Übernahme der Kosten durch Bildungsgutscheine oder Sonderfonds der KfW möglich sein. Mit dieser Option könnten 1.000 Fahrlehrer pro Jahr ausgebildet werden. Dies würde zum einen dem Fachkräftemangel entgegenwirken und auf der anderen Seite neue Perspektiven für Personen schaffen, die aufgrund von Corona arbeitslos geworden sind. 

Robin Stegemann, CEO und Mitgründer von drivEddy, äußert sich zur Situation: 

Durch die Beeinträchtigungen des Lebens durch das Coronavirus verschlimmert sich der Fachkräftemangel bei den Fahrlehrern. Dem müssen wir so schnell wie möglich entgegenwirken. Deshalb fordern wir von der Politik, die Ausbildung neuer Fahrlehrer finanziell zu unterstützen, beispielsweise über den KfW Sonderfond oder über Bildungsgutscheine. Gerade jetzt sehen wir die Notwendigkeit individueller Mobilität und um diese weiterhin zu gewährleisten, dürfen die Fahrschulen nicht vergessen werden. 

Auch volkswirtschaftlich betrachtet ist der eigene Führerschein immens wichtig. Besonders für die bereits angeschlagene deutsche Autoindustrie stellt die Fahrerlaubnis ein Grundstein dar. Aus diesem Grund haben wir bereits geeignete Bewerber gesucht, die aufgrund der Corona-Krise ihre Arbeit verloren haben und werden die ersten zehn Auszubildenden mit unseren eigenen Mitteln unterstützen.

Über drivEddy

drivEddy (www.drivEddy.com) ist der Servicepartner für Fahrlehrer und -schüler. Das Unternehmen möchte Jugendlichen einen übersichtlichen Führerschein mit möglichst wenig Wartezeit ermöglichen und kooperiert dafür mit zahlreichen lokalen Fahrschulen. In der gleichnamigen App können Schüler die Theorie üben, ihren Fortschritt monitoren und Praxisstunden vereinbaren. Die Theoriestunden finden im Eddy Club (www.eddy.club) statt, dem Theorie-Lehrzentrum mit Club Charakter. Fahrschüler profitieren zusätzlich von einer großen Auswahl an Fahrlehrern, bei denen sie ihre Stunden flexibel buchen können. Das bietet auch Vorteile für die Lehrer, die ihre Zeit durch ein intelligentes Buchungssystem effizienter nutzen können.

Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde 2018 von Robin Stegemann und Lasse Schmitt gegründet. Der erste Eddy Club eröffnet am 6. Dezember 2019 im Prenzlauer Berg in Berlin. Weitere Standorte folgen in den nächsten Monaten.


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